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Thema: wie ich die Transsexualität verstehe


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Von Andxxxx
1351 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Glänzend erklärt und glänzend formuliert. Ziehe da mal meinen Hut den ich leider nicht habe in der Realität. Also chapeau und danke für die Top-Erklärung.

12.07.2026 um 15:50    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Marxxxxx
141 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass hier jede seine Meinung kund tun darf und das ist gut so. Ich finde von daher gesehen auch deinen Beitrag sehr gut und diskussionswürdig bzw -förderlich, auch wenn natürlich - wie von den meisten anderen bereits geschrieben - vieles davon wissenschaftlich nicht haltbar ist. Das ist dir selbst vermutlich auch bewusst, weil du ja schon zum Abschluss schreibst, dass viele dir ’Blödsinn’ vorwerfen werden. Abgesehen von objektiven und wissenschaftlich untermauerten Erkenntnissen ist es aber für uns als Betroffene (und da verallgemeinere ich mal ganz bewusst) auch wichtig, für sich eine subjektive, schlüssige und nachvollziehbare Erklärung für unser Sein, wie wir sind, zu finden bzw. zu haben. (Für manche mehr, für manche weniger. Aber grundsätzlich wird mir da vermutlich die Mehrheit der Psychiater und Psychotherapeuten zustimmen;) Und wenn dieses, wie du es oben schilderst, für dich eine gute Erklärung ist, finde ich das respektabel und man sollte hier nicht zu schwer mit dir ins Gericht gehen. Dogmatismus hilft uns allen nicht weiter. Ich danke dir deshalb für diesen Thread. Auch wenn ich mich damit vielleicht ebenfalls Anfeindungen aussetzen werde, möchte ich bei dieser Gelegenheit auch meine persönliche Sichtweise kundtun (die ebenfalls keine wissenschaftliche Grundlage besitzt, sondern ausdrücklich meine private Meinung darstellt). Ich bitte um Nachsicht und Geduld. Gina hat das in ihren postings eigentlich schon gut erklärt, ich setze ähnlich an und versuche mich an meiner Deutung. Es handelt sich bei uns Menschen um Lebewesen, die einerseits durch ihre Genetik geprägt werden, andererseits durch die Umwelt und Umstände geformt werden. Die Sonderstellung des Menschen gegenüber den meisten Tierarten ist nun durch unsere hoch spezialisierte soziale Lebensweise bedingt. Das Individuum ist somit ein Produkt aus den genetischen Vorgaben einerseits, und der sozialen Komponente andererseits. Soweit sicherlich relativ unstrittig und nachvollziehbar, hoffe ich. Die jeweiligen Einflüsse Genetik/soziale Umwelt können sich überlagern, sich vermischen und teils sogar widersprechen. Nun bezogen auf das Thema des Thread: TS ist ein sehr stark bis beinahe ausschließlich aus genetischen Einflüssen resultierendes Phänomen. Der Umweltfaktor, der zumindest im Frühstadium der Entwicklung dagegen wirkt, kann keine grundsätzliche Änderung der Empfindung und des Selbstbildes bewirken (Was hier immer als „originäre TS” beschrieben wird). TV ist nun eine Mischung zweier Dinge: einerseits ein Gemisch aus genetischer Vorgabe - nicht eindeutig in die eine oder andere Richtung definiert, vielleicht eine aus mehr femininen Anlagen bei der Bildung des Selbst als an maskulinen Anteilen, z.B. 2/3 zu 1/3. ( als technisch orientierter Mensch denke ich auch in solchen Thematiken gerne in Zahlen) Darauf kommt nun der soziale/gesellschaftliche Einfluss, der zusätzlich damit vermischt wird. Dieser ist in unseren Gesellschaften eindeutig heteronormativ vorgegeben und lenkt in der Kindheitsphase die tatsächliche Entwicklung in Richtung Mann. In späteren Lebensphasen, in denen sich der Mensch auch psychisch weiterentwickelt - die Wesentlichste davon ist natürlich die Pubertät - kann ggfs. bei passenden Einflüssen die ursprüngliche genetische Vorprägung wieder mehr zum Vorschein treten bzw. die gesellschaftlichen Schranken werden durchbrochen. Hormone bestimmen uns, ich vermute sogar noch wesentlich stärker als das bisher erforscht ist. Auf mich persönlich bezogen deute ich dieses Bild nun, dass ich vielleicht einen genetischen Anteil von mindestens 50-60% femininer Anlagen habe, der natürlich durch die Sozialisation überlagert und auf einen ganz geringen Prozentsatz herunter gedrückt wurde, sagen wir mal insgesamt 1-3%. Inzwischen bin ich vielleicht dadurch, dass ich mich von gewissen inneren und gesellschaftlichen Zwängen befreien konnte, bei vielleicht 15-20% „femininem Anteil”. Dies ist natürlich nur quasi die eine Seite der Medaille, die geschlechtliche Identität. Absichtlich keine Berücksichtigung in diesem Denkmodell habe ich hier der geschlechtlichen Ausrichtung geschenkt. Diese könnte man natürlich als getrennte Eigenschaft des Wesens in ähnlicher Weise behandeln wie die geschlechtliche Identität. Dummerweise beeinflussen und überlagern sich beide Bereiche aber auch gegenseitig…das macht es etwas komplizierter. Wie gesagt, ich sehe das Ganze immer gerne in Zahlen, vielleicht versuche ich später einmal, das mehr zahlenbasiert/in Wahrscheinlichkeiten zu formulieren. Soweit, ist das genug um mich zu steinigen?🤣 Und nun noch zu einem deiner Punkte, Beate, die dominante Mutter: Diese würde ich in meinem Denkmodell natürlich als sozialen Einfluss einbinden, der sich wesentlich auswirken kann. Vermutlich fast ausschließlich bei TV, DWT. Kann, nicht muss, wenn es genügend andere starke Einflüsse gibt (z.B. Vater, Geschwister oder Großeltern als regulatorisches Element). Andere psychologische Erklärungsversuche sind z.B. ja eine schwache / abwesende Vaterfigur, oder eine generell zu viel weiblich geprägte Umgebung in früher Kindheit. Alles soziale Einflüsse, die vermutlich eine Rolle spielen, aber nicht die Gesamtheit ausmachen. Interessanterweise hatte ich allerdings auch eine recht bestimmende (ich würde nicht sagen dominante) Mutter, einen Vater, der sich nicht allzuviel um die Erziehung gekümmert hat, und im engen Verwandtschaftskreis mehrere alleinstehende Frauen…von daher gesehen schon „Risikofaktoren”😂

12.07.2026 um 16:18    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Anjxxxxxx
852 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Tja ich habe aufgehört mich ständig nach dem Warum bin ich transs**uell zu fragen. Wenn ich das hier öfter durchlese in diesem hochwissenschaftlichem Forum - welche Theorien hier ständig kreisen - ist das für mich eher amüsant - als irgendwie ein Beitrag der für mich nütze ist.. Und persönliche Sichtweisen - generieren sich ja aus den eigenen Erfahrungen - aber eben nur aus den eigenen... Aber gut soll jeder seine Theorie zum besten geben ist ja okay.... Ich beschäftige mich derweil mal lieber damit, wie ich als transs**ueller Mensch so mein Leben bewältige - das reicht mir als Aufwand.. Weil eine Antwort auf das Warum bringt mich da kein Stück weiter. P.S. Ich hatte eine sehr liebevolle Mutter - aber das habe ich hier ja auch schon gelernt - wenn ich nicht in eine dieser kruden Theorien passe - ist nicht die Theorie anzuzweifeln sondern ich Nur noch soviel, es gibt ne Menge Theorien auch in der realen Wissenschaft - nur keine davon ist bewiesen.

12.07.2026 um 16:29    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Andxxxxxxx
1766 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Wenn der Mensch VOR UND NACH einer GAOP nicht glücklich ist, und wie Du sagst die Geschlechtsidentität getört ist, worin besteht dann die Lösung? Du sagst es wäre ein psychisches Problem. Die Identität besteht also weder zum männlichen noch weiblichen Geschlecht, weil die Mutter das verbockt hat und dieser Umstand muss per psychischer Behandlung aufgearbeitet werden und dann fühlt sich der Mann wieder als Mann. Er hasst sein Geschlechtsteil nicht mehr und möchte den Rest seines Lebens wieder als Mann leben (a***og FTM)???? Hab ich das so richtig verstanden?

12.07.2026 um 17:06    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Annxxx
247 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Beate, als Krankheit sehe ich das nicht, einfacher gesagt als eine Iration, warum oder durch was ausgelöst weiss man noch nicht hinreichend.

12.07.2026 um 17:18    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Anjxxxxxx
852 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Sehe ich genauso Anna, Krankheit ist immer ein wunderbares Argument um etwas aus einer Norm auszusortieren - damit erledigt man zwei Probleme - man verpasst etwas einen Stempel und kann es im Bezug zu sich selbst ausgrenzen.... Ich denke jeder Mensch ist auch geschlechtlich inkongruent - in wie weit ist natürlich unterschiedlich - aber wenn ich es ausgrenzen kann habe ich den Vorteil die Angst davor zu verlieren da ich mich immunisiere..

12.07.2026 um 17:29    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Andxxxx
1351 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Ich bin begeistert dass wir beide mal einer Meinung sind. Denn Transs**ualität ist keine Krankheit, kann aber eine Störung sein. Ob physisch oder psychisch oder beides zusammen wollen wir dem Einzelfall überlassen. Erst freue ich mich mal dass wir beide mal auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind.

12.07.2026 um 17:43    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Beaxxxxxx
5 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Du hast es richtig verstanden eine Heilung mit Psychotherapie ist nicht möglich, es kann höchstens sein, dass es einem besser geht. Die Störung der Geschlechtsidentität bleibt bestehen, ich glaube aber umso besser man es versteht um so mehr Verständnis hat man für sich und kann deshalb besser damit leben. Deshalb habe ich diesen Beitrag verfasst.

12.07.2026 um 17:46    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Anjxxxxxx
852 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Aber du bist doch selbst in der Geschlechtsinkongruenz unterwegs - worauf beruhen denn deine Aussagen - auf eigene Erfahrungen? Aber selbst wenn du dich nicht als trans bezeichnest - dann interessiert es mich sogar noch mehr...?

12.07.2026 um 17:55    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Andxxxx
1351 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Wenn man Transs**ualität als Krankheit versteht ist es eine Krankheit, die unheilbar ist. Aber ich denke es ist keine Krankheit wofür ich der lebende Beweis bin.

12.07.2026 um 21:35    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Dorxxxxxxxxx
15 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Ihr habt Probleme hier. Es gibt übrigens auch genug Frauen, die Probleme mit ihrer Geschlechtsidendität haben.

12.07.2026 um 23:43    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von lucxxxxx
304 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

leider können nur betroffene das auch nach empfinden! es ist ein grausames schicksal sich nicht selber zu sein! es gibt viele menschen, die haben nicht den IQ sowas zu verstehen! könnte man dummheit essen, hätten wir keine probleme!

13.07.2026 um 0:26    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von lucxxxxx
304 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

es ist keine krankheit!! gehirn und körper passen einfach nicht zusammen! gott griff in die falsche schublade! irren ist eben auch göttlich!

13.07.2026 um 1:03    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von _Jexxx
2640 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Warum übernimmt denn die Kasse dann HRT und ggf. medizinische Maßnahmen? Naaaaaaaaa? Wie erklärst du dir psychosomatische Erkrankungen die bei mir fast bis zum Tode geführt haben? Wieso nur fühle ich mich nach jedem Schritt ein bißchen besser als früher? Und auch ich hatte wie Anja eine sehr liebevolle Mama allerdings einen gewalttätigen Vater

13.07.2026 um 6:04    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von potxxxxxxxxx
358 Beiträge bisher
re: wie ich die Transs**ualität verstehe

Lustig, der TV will den TS erklären was TS ist. Der Friseur will dem Maurer erklären was Maurereihandwerk ist. - Frei nach Atze Schröder: Jaa nee is klar.

13.07.2026 um 9:54    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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