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Thema: ... die wahre Ursache des Leidens ...


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Von Vanxx
72 Beiträge bisher
... die wahre Ursache des Leidens ...

Moin, ich greife diesen Auszug aus einem anderen Beitrag auf, um ihn dort herauszulösen und separat zu betrachten bzw. zur Diskussion zu stellen. Ich selbst möchte dies aus einer Beobachtungsebene heraus tun, ohne Menschen, die Ihr Leid oder Ihre Leiden gerade empfinden bzw. sich an dieses Empfinden noch gut erinnern, etwas abzusprechen oder ihnen eine fremde Beurteilung/Bewertung zu geben. Es geht mir nicht um besser/schlechter, stärker/schwächer oder eine andere Dualität. Diese sind zwar zum Erkennen notwendig (ohne Unterschied keine Wahrnehmung), führen durch die uns mitgegebene Eigenschaft der Bewertungen jedoch regelmäßig in Details, welche dann von der Gesamtheit wegführen und separieren. Der Fokus liegt dann nicht mehr auf der Wahrnehmung und Beobachtung, sondern auf der Bewertung durch denken und (glauben zu) wissen. Da dies nicht so einfach ist, sei mir bitte verziehen, wenn es mir in eigenen Beiträgen nicht immer gelingt. Doch auch hier mein Wunsch, nicht den Fehlern/Differenzen zu sehr zu folgen, sondern dem Ganzen als Thema. Ich hoffe es kann gelingen. Und damit wünsche ich uns spannende Beiträge, die unseren persönlichen Blick weiten und zu Perspektivwechsel einladen. Dies kann meiner Erfahrung nach immer dann gelingen, wenn klar aus eigener Sichtweise gesprochen und eigene Beobachtungen und eigenes Erleben offenherzig und absichtslos geteilt werden kann. Dazu gehört sicher auch das respektvolle Annehmen und Würdigen der Lesenden, so meine ich. Namasté VanLo PS: Meinen Beitrag zum Thema werde ich dann auch als zusätzlichen Beitrag formulieren und teilen.

15.12.2025 um 6:08    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Vanxx
72 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Moin, nach meiner Eröffnung des Themas, möchte ich auch meine Sichtweise mit Euch teilen. Wenn es um "wahre Ursachen" geht, stellt sich mir automatisch die Frage nach der Wahrheit und was ich überhaupt als wahr annehmen kann. Gibt es etwas, dass als allgeingültig wahr angenommen werden kann oder auf das man sich zumindest als Basis allgemeingültig einigen kann? Sytemisch und hirnpysiologisch betrachtet ist Wahrheit ein Konstrukt und dadurch immer beeinflusst und veränderbar. Gleichzeitig werden wir tagtäglich mit sogenannten Wahrheiten bombardiert und konfrontiert, so dass Wahrheit irgendwann automatisiert zu "Glaube" und "Wissen" wird. Reine Kognition ersetzt damit fühlen, spüren und wahrnehmen - das erweiterte Überprüfen. Dies kann jedoch zu bewussten oder unbewussten inneren Konflikten führen, wenn Kognition (oder auch Erziehung) mit innerem Wissen nicht übereinstimmt. Und das, ich greife schon mal voraus, führt zu innerem Leid. Dieses Leid kann sich ganz bewusst durch schmerzhaftes Empfinden bemerkbar machen oder schleichend hinter der kognitiven Wahrnehmung seine Wirkung entfalten. Was also kann ich als wahr annehmen? Persönlich bin ich diesbezüglich bei den "vier edlen Wahrheiten" fündig geworden: Es gibt Leiden oder Dukkha Es gibt die Ursache oder den Ursprung des Leidens oder Dukkha Es gibt das Ende des Leidens oder Dukkha Es gibt den Weg aus dem Leiden oder Dukkha Jeder Mensch kann sich diese vier Punkte nehmen, sie betrachten und selbst reflektieren. Dabei ist es überhaupt nicht erforderlich sich einer Religiösität zu bedienen. Ich kann es einfach beobachten, überprüfen, darüber nachdenken, und es spüren. Für mich persönlich ist das die Baseline. Dukkha wird dabei nochmals drei Bereiche geteilt: Dukkha-dukkha (Gewöhnliches Leiden, das Leiden des Leidens) Vipariṇāma-dukkha (Leiden durch Veränderung) Saṅkhāra-dukkha (Leiden durch Bedingtheit/Formationen, das Leiden der konditionierten Existenz) Tiefer möchte ich an dieser Stelle nicht einsteigen und es steht mir vermutlich auch gar nicht zu. Ganz vereinfacht ensteht Leid, so habe ich es mir verinnerlicht, durch "haben wollen" und "nicht haben wollen". Nehmen wir als Beispiel ein Kind, dass eine Süßigkeit will, es aber nicht bekommt. Lasst die möglichen Bilder selbst in Euch entstehen. Oder ein Kind, dass nicht essen möchte. Und lasst auch hier Eure Bilder für Euch entstehen. Leid ensteht im Inneren. Das ist keine Wertung, sondern meine Beobachtung. Leid kann von außen angestoßen werden, aber entstehen tut es in der Person. Ob sich Leid sichtbar, unsichbar entwickelt und in welcher Form bzw. Ausprägung, ist sehr individuell und persönlich. Aber auch im Außen sicht- und spürbar als Folge eines inneren Leids. Jeder kann beobachten wie Konflikte und Streit entstehen und wie damit umgegangen wird bzw. damit umgegangen werden kann. Leid ist also ständiger Bestandteil unseres Lebens und gleichzeitig ist unserer innerer Umgang oder die individuelle Möglichkeit des Umgangs mit dem Leid ein Schlüssel zum eigenen Empfinden. Es macht für mich daher wenig sinn ein Leid mit einem anderen zu vergleichen oder eine Werteskala zu entwickeln. Auch Themen sind im Grunde nicht zu bewerten. Leid ist Leid und Mitgefühl ist eine mögliche Antwort. Mit sich selbst fühlen und mit anderen. Von außen können wir Menschen ihr Leiden erleichtern, aber seine wahre Ursache erkennen und damit umgehen muss wohl jeder selbst. Manche nennen das spirituelle Entwicklung, ich nenne das Persönlichkeitsentwicklung. Neugier, Verstehen und Fühlen sollten hier Hand in Hand gehen und das Ego darf eine zeitlang Urlaub machen. Namasté VanLo

15.12.2025 um 7:26    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von LaCxxxxxxx
707 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Das Leiden hat einen tieferen Sinn. Ich bin meistens die Ursache in meinen Sessions ... da sage ich den Sklavinnen : "Nur durch Leiden und Schmerz lernen wir dazu und gehen über unsere Grenzen hinaus" Leid als erzieherische Maßnahme - wie in der Bibel durch Gott ebenfalls praktiziert

15.12.2025 um 9:27    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Vanxx
72 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Moin, das ist eine sehr spezifische Sichtweise, die ich so nicht im Fokus hatte. Ein "wilder Spagat" zwischen Erfüllung, Leid und Gott. Das resoniert bei mir persönlich nicht, scheint aber für viele eine praktikable wahre Ursache zu sein, zumindest im beschrieben Kontext. Ich frage mich in dem Zusammenhang auch nach der wahren Ursache und der möglichen Auflösung. Aber hier scheint das Leiden selbst als ein Grundbedürfnis zu bestehen. Oder ist es nur eine Verdrängungsform in Bezug auf ein anderes, nicht zu ertragendes inneres Leiden? Zumindest spannend. Danke. Namasté VanLo

15.12.2025 um 12:49    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Vanxx
72 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Moin, es gibt wohl nichts, was nicht schon geschrieben wurde und doch immer neuer Erforschung bedarf. Vielen Dank für den Hinweis aus der Literatur. Das Thema Schuld, ob Gefühl oder Zuweisung, ist sicherlich eine nicht zu unterschätzende Größe. Es stellt sich dabei die Frage, wie Schuld entsteht und bestehen bleibt, um zu wirken. Und was Schuld vergehen lässt. Danke für den Hinweis. Namsté VanLo

15.12.2025 um 12:57    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Vanxx
72 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Moin, vielen Dank für diesen Beitrag. Eine Perspektive, der ich gut folgen kann, jedoch am Ende den Faden verliere. Die Trennung von "Habenwollen" und "Nichthaben" oder "Nichtsein" ist für mich gedanklich nicht nachvollziehbar und fühlt sich in mir unrund an. Vielleicht kannst Du den Widerstan etwas lösen, indem Du Deinen Faden etwas ausführlicher spannst. Warum entsteht Leid nicht durch Habenwollen? Nur, wenn Du magst. Namasté VanLo

15.12.2025 um 13:14    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von LaCxxxxxxx
707 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Um auf Deine Rückfrage einzugehen: Als der dominante Part interessiert mich die andere Sichtweise durchaus. Aber das scheint individuell verschiedene Ursachen zu haben. Bei den meisten Spielobjekten vermute ich aufgrund unserer deep talks beim aftercare folgende Beweggründe: Weil es beim intensiven Spiel zu zu einem tiefen, tranceähnlichen Zustand ("Subspace") beim devoten Part kommen kann, der Ekstase und Losgelöstheit bewirkt, wobei Schmerz als lustvoll interpretiert wird, da er freiwillig, sicher und mit Vertrauen in den dominanten Partner erlebt wird – nicht als echter Schaden - empfinden sie das Leiden als Freude und bereichernd. Schmerzreize können die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigenen Opioiden) auslösen, die Euphorie und Schmerzlinderung bewirken und so Leiden in Lust umwandeln lautet die wissenschaftliche Erklärung. Präziser bedeutet das wohl: Dass es nicht der Schmerz/das Leid an sich ist, sondern die neurologischen Reaktionen und der psychologische Rahmen (Vertrauen, Kontrolle abgeben), die das Leiden in eine lustvolle, ekstatisches Erfahrung umwandeln können. BDSM braucht (mindestens) zwei Menschen die jeweils die Neigung des anderen befriedigen wollen, es ist ein Zusammenspiel, kein Gegeneinander.

15.12.2025 um 17:02    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Vanxx
72 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Moin, (ich erlaube mir diesen Beitrag einmal als Ansatz zu verwenden, um meinen Gedanken Raum zu geben. Diese schließen dann aber auch andere Beiträge mit ein). könnte man das Wort Erkenntnis auch durch das Wort Wahrnehmung ersetzen? Ich beobachte mich und bei andere immer wieder, das der Ursprung des Leids nicht erkennbar scheint, das Leid aber bereits zu spüren ist. Damit wäre es für mich nicht allein kognitiv, sondern zumindest anteilig als Gefühl (leiden) präsent. Auch beobachte ich, dass Menschen, die vieles haben, nicht glücklicher zu sein scheinen. Es schließt sich ot ein meher haben wollen an und das Gefühl der Zufriedenheit scheint immer weniger dauerhaft. Und manchmal beobachtet man auch, wie sich Menschen von Dingen lösen, weil sie das Gefühl haben, erdrückt zu werden. Dr. Michael Bohne hat einen Vortrag gehalten mit dem Titel: "Dem Körper gefällt die Idee zu konsumieren." und bezieht dies auf Süchte und schädigenden Konsum. Also könnte ich den Schluss ziehen, dass Habenwollen und nicht Habenwollen (beides) Leid verursachen kann. Ich erinnere mich an meine Übergangszeit als TV/CD. Das Anziehen wollen von weiblicher Kleidung und nicht können (oder sich erlauben) führte immer zu einem großen Leiden in mir, dass auch nach Außen seine Wirkung hatte. Hatte ich dann die Freiheit meine Weiblichkeit auszuleben und zu zeigen, führte das wieder zu einem anderen Leid (die Trennung von der Familie), so dass ich ich die Freiheit mich/diesen Teil zu leben, nicht mehr haben wollte. Konsum führt nicht automatisch zu Befriedigung des Leids, sondern kann davon mehr schaffen. Aus meinen Beobachtungen leite ich ab, dass es bei der Ursache für Leid oft bzw. in der Konstellation um einen inneren Konflikt geht, der noch nicht aufgelöst werden konnte. Ich habe in einem vorherigen Beitrag darauf hingewiesen, dass man drei unterschiedliche Charakteristiken/Ausprägungen/Auslöser von Leid beobachtet hat: [list] 1. Vergänglichkeit (canicca) 2. Leidhaftigkeit (dukkha) 3. Nicht-Selbst (antat/sunnnata) [/list] Vielleicht liegt ein Grund der unterschiedlichen Sichtweisen (und der daraus entstehenden Debatten und Verletzungen) einfach darin, dass von verschiedenen Ebenen aus Leid betrachtet, vermieden oder gelöst werden soll. Zusätzlich kann Leiden wohl nicht ohne den Kontext und Beachtung des Individuums gesehen werden. Die Beiträge deuten zumindest darauf hin. Ich schließe aus den bisherigen Beiträgen und meinen Gedanken: [list] 1. Um empfundenes Leid aufzulösen, scheint es anfangs um eine Akzeptanz zu gehen (Annahme) und eine Ergründen der "wahren Ursache". 2. Um mit anderen Menschen über das Leiden zu sprechen, braucht es eine Akzeptanz, dass Leid immer individuell ausgelöst und empfunden wird. 3. Man kann anderen Menschen bei Umgang mit Leid unterstützen. [/list] Vielen Dank für die bisherigen Beiträge und Euer Interesse an dem Thema. Namasté VanLo

18.12.2025 um 7:04    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Novxxxxxxxx
49 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Ein sehr interessanter Thread. Vielen Dank 🙏

19.12.2025 um 0:38    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von DWTxxxxxxx
82 Beiträge bisher
re: ... die wahre Ursache des Leidens ...

Für den eine ist Leid das Fehlen von Glück, der andere ist schon glücklich, wenn er nicht leidet...... Leid, wie Glück, kommt meistens von innen. Das Kind ist ein schönes Beispiel, aber ich mag den Millionär, der unglücklich ist, weils den dritten Ferrari nicht in kotzgrün gibt und daneben freut sich jemand über sein erstes Auto überhaupt. Da wir nicht kontrollieren können, was wir wollen und was und uns dadurch glücklich macht ( also Leidbekämpfung hooch 10 ) rennt man oft dem falschen Glück hinterher und wundert sich dann, dass das Glück nicht eintritt. Das Leid in dem Fall ist, sich selbst nicht zu kennen. Das warum dahinter ist immer die Frage. Willst du dein Leid bekämpfen, musst du es verstehen und das fällt den meisten schwer. Da trifft man hald oft auf sich selbst auf diesem Pfad dann. Aber das Warum, und das warum hinter dem warum, und dessen warum, das ist dem inneren Leid auf die Pelle rücken.

20.12.2025 um 10:58    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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