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| Travesta - Forum |
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Von traxxxxxx 4 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Danke für Deinen tollen Beitrag! Ich denke damit bist du dann sehr viel weiter als viele andere hier (inkl. mir). Du hast ein starkes Ego und realisierst die Dinge so dass sie für Dich stimmen, das ist wunderbar! Du bist nebenbei aber auch sehr attraktiv, das macht es whs. leichter Deine Grundgedanken teile ich alle. Ich denke aber auch dass es Gesellschaftsformen oder Gruppen gibt in welchen es eben nach wie vor schwierig ist und bleibt sich über konservative antrainierte Geschlechtermuster hinwegzusetzen. Ich will damit sagen dass du bestimmte "Funktionen" oder Berufe kaum ausüben kannst ohne Dich irgendwie eben doch zu adaptieren. Eben - warum zum Schulgespräch als "Allman"? Das zweite Problem ist die Akzeptanz deiner Familie und engen Freunde. Vielleicht ist die Angst unberechtigt und auch falsch, aber ein volles Outing wird Dein Umfeld gewaltig verändern. Die Frage bleibt dann immer ob man hierfür bereit ist. Ich wünschte wir würden uns von allen Kategorien verabschieden und uns alle öffnen. Kleiden und schminken wie wir möchten und ein Leben in völliger Freiheit führen. Für mich persönlich bleibt das schwierig. Vielleicht hast du mir einen Tip`?
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| 10.08.2023 um 10:39 |
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Von Sarxxxxxxxx 5 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Hallo zusammen, ich möchte auch mal meine Meinung dazu abgeben.
Ich spürte erste Ansätze recht früh, doch damals ohne Medien in einem kleinem Dorf in NRW, es gab damals einfach keine Transgender Menschen um mich. Der Gedanke wäre genauso absurd gewesen, als wenn ich ein Elefant werden wolle.
Dann damals meine erste Freundin, sie sagte immer, ich bin so anders. Ich interessierte mich mehr für Ihre persönlichen Belange und Ihre Gefühle, als ich es für mich tat. Dann mit dem auflebenden Internet mit 25 die Erleuchtung. Vielleicht bin ich Trans... Zwar erschreckten mich die Bilder aus den Staaten von Drag Queens etc, daher schob ich das erst einfach mal ganz weit weg. Doch 2 Jahre später recherchierte ich genauer auf ersten Deutschen Seiten. Je mehr ich recherchierte, umso größer wurde die Angst. Es war so, als steckte mir jemand einen Finger in die Wunde im Herzen und zeigte genau darauf. Schon damals mit Familie, Gewerbe war für mich klar, das geht nicht. Ich kann mich nicht outen. Zum damaligen Zeitpunkt waren die Hürden auch größer, Geschelchtsop und Scheidung war Pflicht, denn Gleichgeschlechtliche Ehe war noch nicht erlaubt. Also auch der Gesetzgeber zwingte einen dazu, sein bisheriges Leben auszugeben. Naja, daher fing ich an, dieses wie im Threat beschrieben, heimlich an zu Leben. Niemals s**ualisiert mietete ich mich auf meinen Dienstreise in Hotels ein und war dann im Hotelzimmer immer sehr glücklich und ich spürte, so ist es richtig. Das ging 2 Jahrzehnte so, doch der Gedanke an meine weibliche Seite nahm immer mehr Raum ein. Vor 3 Jahren schlußendlich so sehr, das ich für diese schönen Zeiten ein eigenes Appartment hatte. Immer noch vollkommen uns**ualisiert und auch selbst keinen Drang verspürt, dieses zu ändern. Ich war zwar da schon ab und zu auf Events, aber auch nur um dort zu leben. Auch die Menschen die ich dort kennenlernte sagten mir geradeaus, Du bist doch Transgender und lebst das doch gar nicht aus einem Faible. Erste Tränen rollten, als die Zeit kam, wieder in die gezwungene männliche Rolle zurück zu kehren. Mein privates Leben war eigentlich perfekt, eine tolle Frau, 3 Kinder und ein florierendes Geschäft mit einigen Angestellten. Das alles aufgeben...??? Immer wenn ich in der Vergangenheit spürte, das ich unglücklich bin, weil ich "sie" nicht leben konnte, gab ich Ihr mehr Raum und mehr Möglichkeiten. Doch langsam wurde genau dieses zum Problem, mehr Raum konnte ich Ihr nicht geben, ohne das ich in die Gefahr laufe, das alles auffliegt. Das hatte zur Folge, dass der männliche Part in mir sehr unglücklich wurde. Ich versuchte mich in Arbeit zu stürzen, bloß nicht über mich nachdenken. Immer wenn ich zur Ruhe kam, rollten Tränen. Es war als würde es in mir schreien, lass mich raus... Diese Schreie wurden immer lauter und ich viel in ein unsagbar tiefes Loch. Ich hatte viele solcher Löcher, doch ich rappelte mich zuvor immer wieder raus, indem ich ihr mehr Raum gab. Dieses extreme Loch war eine Sackgasse, eine Woche ununterbrochen Tag und Nacht nur Tränen und Verzweiflung. Ich muss etwas ändern, bloß was...? Tja die Lösung war klar, ich muss zu mir stehen und mich outen. Das machte ich dann auch im Oktober 2023, aller gefahren zum Trotz. Ich spürte, sonst wird der Mann nicht mehr weiter leben, denn es gibt einfach alles keinen Sinn. Ich war nie der harte Mann, sondern immer der herzliche Chef und der liebe Papa und umsorgende Ehemann. Ich finde ja selbst diese angeblich typischen männlichen und weiblichen Klischees zum K****n, doch es ist auch im großen und ganzen etwas dran. Zumindest sieht die Gesellschaft es so und es wird auch erwartet. Im Berufsleben bin ich oft an meine Grenzen gestoßen, weil ich einfach viel zu warmherzig und sanft war. Tja, das männliche Klischee wurde erwartet, aber von mir nie erfüllt. Ich outete mich zunächst bei meiner Frau, für sie ist eine Welt zusammen gebrochen und sie ging den Weg nicht mit. Aber sämtliche anderen Menschen um mich stehen mit Vollgas hinter mir. Das Verhältnis zu meinen Kindern ist besser als je zuvor und meine Angestellten sagen, jetzt gibt es ein Bild und es ist gut so. Auch die Kunden sehen das gelassen und ich gehe mit viel Humor und Glücklichkeit an die Sache. Nach wie vor bin ich aber eine, die niemals polarisieren mag und einfach nur glücklich Leben will. Diese Angst vor dem Outing ist nur im Kopf und ich sag mal, wie man in den Wald schreit.... Ich erlebte bisher nicht eine negative Situation und bekomme ständig Zuspruch für mein Sein. Ab und zu werde ich gefragt, warum sind die anderen Trans Mensch so. Warum sind sie so sichtbar und laut...? Hmm vielleicht ist es eine Art Schutz oder sie leben es nur als Faible, eine wirkliche Antwort kann ich nicht darauf geben. Mir geht bloß nicht aus dem Kopf, dass gut 70 Prozent der Transgender Menschen Frau zu Mann sind. Von Ihnen hört und sieht man gar nichts, also denkt man, es seien sehr wenige. Nein, sie haben keine Mitspieler die es s**ualisiert oder aus Show Leben, sie fallen nicht auf und gehen Ihren Weg und die Hormone tun hier schnell optisch besser Ihr übriges. Ich denke zwar, Leben und Leben lassen, trotzdem passiert es mir, das bei dem Anblick des s**ualisierten daseins von angeblichen Transgendern oder Aussagen von Männern mir schlagartig die Tränen rollen. Da steckt so ein verK***tes Leid dahinter und jeder muss für sich selbst erkennen, wohin sein Weg führt.
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| 24.04.2025 um 13:51 |
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Von milxx 66 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
@ tvjulia82CH
Nein, das hat mit dem Rentenalter nichts zu tun. Im Gegenteil, als Rentner/in hast du mehr Zeit für gewisse Leidenschaften. Die heutigen Renter/innen sind auch immer noch gut in Form. Kommt immer auf einem selber an, was man möchte und nicht möchte.
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| 26.04.2025 um 16:59 |
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Von Carxxxx 137 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Da ist bei mir was schiefgelaufen….
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| 26.04.2025 um 17:06 |
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Von _Jexxx 2294 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
ich denke in diesen Worten war klar keinerlei Ironie enthalten
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| 26.04.2025 um 20:48 |
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Von Schxxxxxxxxxxxxxxxxx 117 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Durchaus möglich wenn es passt. Ist ja nicht schlimm oder?
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| 26.04.2025 um 21:01 |
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Von Annxxx 203 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Das fraulich sein zu wollen hört auch nie auf, auch nicht mit dem Erreichen des Rentenalter🤩Auch, wenn man sich nicht komplett outen kann, so bleibt der Wunsch ein Leben lang. Ich geniesse es jeden Tag. 🙋♀️👍😘
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| 27.04.2025 um 8:37 |
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Von lucxxxxx 249 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Ev. hört es bei Travestiten mal auf... Bei TX Menschen NIEMALS!!
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| 27.04.2025 um 16:03 |
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Von Traxxxxxx 7 Beiträge bisher
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re: Hört das verlangen nach Frau mal auf?
Hi@all
..also ich denke auch, das es wohl eher jeden Tag mehr wird.Es ist in einem drin, und dort rumort es dauernd, bricht nach anfänglich ersten zarten Versuchen immer deutlicher auf!
Anfänglich ist Mann vllt verwirrt, oder Mann denkt..hey, ist doch nur ein lustiger Spass. Aber dann merken wahrscheinlich die meisten, kein zurück mehr. Wie und wohin die Reise geht? Das ist eine Frage, die hier schon oft beschreieben und gedeutet wurde. Was mich mal interessieren würde ist, was sagen eigentlich Männer die NICHT hier auf dieser Plattform sind. Ich frage mich, ob wir mit unseren Aussagen recht behalten würden, wenn man Männer fragt, die nicht so intensiv dieser Veranlagung folgen. Den es gibt sicherlich auch Männer, die vllt damit dann doch anders umgehen als wir, die es in solche Communitys getrieben hat. Aber Grundsätzlich bleib ich dabei...es wird nicht weniger...
LG
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| 30.06.2025 um 20:35 |
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