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Thema: Wühlen im Urschleim


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Von LaCxxxxxxx
902 Beiträge bisher
re: Wühlen im Urschleim

@Luiza Manchmal hab ich hier den Eindruck, daß alles zerredet und zerkleinert wird, bis selbst von großartigen Ideen und Entwürfen nur noch Hackfleisch übrig ist. Sehr destruktives Verhalten. Und es gibt hier Besserwisser, die nicht begreifen, daß man ausnahmsweise auch mal recht haben und dennoch ein Idiot sein kann - solche die einem Pferd die Sporen geben, auf dem sie gar nicht sitzen

17.07.2025 um 12:37    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Luixx
75 Beiträge bisher
re: Wühlen im Urschleim

Es ist in der Tat ein wenig zerfasert. Das Ich, die klassischen Fragen der Eigen- und de Fremdwahrnehmung. Als was sehen wir uns selbst und wie wollen wir wahrgenommen werden / werden wir wahrgenommen. Daraus entspannt sich wer sind wir und wie verhält sich der Geist / die Vorstellung zum Körper. Und hier besonders: Wie gehen wir mit Inkongruenz um? Von außen gibt es immer Zuschreibungen - die machen das Leben im Großen und Ganten einfacher. Und am einfachsten ist ein binären System A vs B. Insofern ist Cartesisches Denken im Westen weit verbreitet. Wenn man dann hinter A und B schaut findet man idR viele Varianten. Mit denen besteht man sich aber nur wenn es interessant oder notwendig ist. Und manche wollen das auch nicht, weil es ihnen zu kompliziert ist, oder weil es eben ihrem Weltbild widerspricht. Wieder andere möchten von Konventionen nicht loslassen. Wie geht nun ein jeder / eine jede mit mangelnder Akzeptanz der eigenen (und in diesem Sinne exklusiven) Identität zm? Da wird es dann konkret. Und Beispiele können anregend sein. Bei Interesse teile ich auch gerne mehr dazu.

17.07.2025 um 14:48    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von akaxxxxxx
1 Beiträge bisher
re: Wühlen im Urschleim

Hi liebe Leute, ich bin 40 Jahre alt und ich hatte mich schon mit 17 als Trans geoutet und erst ein gutes Passing gehabt, aber weil ich in den frühen 2000ern nicht rechtzeitig Hormone verschrieben bekommen hatte, schlug mit 19 meine männliche Restpubertät durch und besonders durch die Form der Gesichtsknochen ist mein Passing flöten gegangen (meine Fotos sind nur Cherrypicking, d.h. aus einem vorteilhaften Winkel fotografiert). Weil ich arm war wie eine Kirchenmaus und mir eine Gesichtsfeminisierung (FFS) nicht leisten konnte und jetzt kurz davor stehe (FFS-Termin: 21. April), habe ich mir gedacht, meine philosophischen Fragen, Zweifel und Urschleimrecherchen hier zu nennen, in der Hoffnung, dass es irgendwie jemanden weiterhilft, oder es mir hilft. Ich habe das Thema hier nur überflogen, aber es ist klar: Die einen sind frustriert, weil sie kein Passing haben und die anderen sagen, dass es nunmal nur zwei Geschlechter gibt, andere wiederum hinterfragen die gesellschaftliche Norm. Kommt mir alles auch aus Real-Trans-Treffs bekannt vor. Aber, was bei realen Treffen zu kurz kam, war Spiritualität, Selbstreflexion, Philosophie. Das mag auch an Berlin liegen, woraus ich stamme. Im Laufe meines Lebens aber verweilte ich an mehreren Orten. Da wären München, Regensburg, Nerja, oder ländliche Regionen. Fange ich mal mit meiner Kindheit an (ich fasse es kurz). Ich hatte keinen Vater, meine Mutter war ziemlich prollig, aber sie liebte mich so, wie ein Elternteil sein Kind lieben sollte. Schon immer war mir bewusst, dass es neben Mann und Frau auch was anderes gibt, zumal eine Person ohne eindeutige Geschlechtsidentität mit im Berliner Hausprojekt wohnte, in dem meine Mutter und ich für ein Jahr lebten. Dann zog meine Mutter in eine eigene Wohnung um. Ich hatte nie Probleme mit anderen, oder die hatten Probleme mit mir, bis ich mit 7 eingeschult wurde. Ich galt ständig als der "Unruhestifter", weil ich mich gegenüber anderen Jungs immer zur Wehr gesetzt hatte, wenn die z.B. meine Bilder im Unterricht zerstörten. Das fand ich unfair. Die Mädchen waren alle schön brav und gingen sozial miteinander um. Da dachte ich mir das erste Mal, dass es doof ist, ein Junge zu sein und es schöner wäre, ein Mädchen zu sein. Dass es schön wäre, ein Mädchen zu sein, das haben sich schon bestimmt viele Jungs gedacht, aber ob sie deswegen den transs**uellen Weg einschlagen? Weiß ich nicht. Für mich weiß ich heute, dass es da eine Parallele zu Michael Jackson gibt. Der sagte ja mal, dass sein Vater ihm als Kind immer sagte, dass er eine zu breite Nase hätte, und als Erwachsener war er dann der Obszessiker mit den Nasen-OP´s. Kann sein, dass ich die Ursache meiner Neigung rational erklären kann, nur nicht emotional mitgehen kann, weil Emotionen was anderes sind. Tiefe Verletzungen, Jahrzehnte alt, fast schon verschüttet, fragmentiert erhalten. Zurück zum Thema: Ich hatte damals schon Wünsche, ein Mädchen sein zu wollen, aber so etwas zu äußern, hätte gegenüber den anderen Jungs nur als Schwäche gegolten. Meiner Mutter hatte ich es auch nicht erzählt, weil die Lehrerin mich damals schon beim Schulpsychologen vorstellig machte. Ich war dann zwei Jahre in der Sonderschule, was für meine Mutter sehr frustrierend war, weil sie wollte, dass ich richtig was lerne, um das Abitur zu machen. Dann kam ich auf eine normale Schule und ich wollte auch selber um Himmels Willen normal sein! Mit 13 las in in der Spiegel-Zeitung den Artikel "Ich bin meine eigene Frau". Von da an wusste ich, dass es Transidentität gibt. Ich zeigte den Artikel meiner Mutter und sie meinte: "Solche Leute haben es ganz schwer im Leben!" Diese Aussage aber hielt mich nicht davon ab, den Transweg zu gehen. Was mich abhielt, war der Gedanke, dass ich ein Mann bleiben werde und nach dieser OP da unten keine echte Scheide sein wird. Außerdem war ich noch ein Kind und dachte, dass es mich nicht betreffen wird. Etwas später fand meine Mutter in München eine Arbeit und ich kam mit. Alles wurde neu und ich wurde in der neuen Schule total ausgegrenzt - von allen! Auch sonst war ich alleine, meine Mutter ständig auf Arbeit und danach K.O. und die Wünsche, ein Mädchen zu sein, waren zu dieser Zeit auch stark. Ich zeichnete viel zu dem Thema, was ich aber unter Verschluss hielt. Ich biss die Zähne zusammen und hoffte, wenigstens einen guten Abschluss zu machen und dann weiter zu sehen. Aber wieder wurden Interventionen mit dem Jugendamt erforderlich und ich wechselte x-mal die Schule und nie war was stets und überall bekam ich eins in die Fresse rein und schlug´ich mal zurück, lag ich danach Bl**end auf dem Boden. Ich schrieb schlechte Noten, meine Mutter wurde schwer krank und konnte mich nicht mehr beherbergen. Sie starb etwas später und mit dem Rest der Familie hatte sie vorher schon gebrochen gehabt und Kontakte mit ins Grab genommen, so, dass ich nirgends sonst hin konnte und mit 17 in ein Knabenheim in Regensburg kam. Dort fand ich Vertrauen zu einem Sozialpädagogen, der auch meine Bilder sichtete, wo sich z.B. auch ein Mann sich in eine Frau verwandelte. Der war da ganz offen und fragte mich, ob ich "Wünsche in diese Richtung" hätte und ich sagte "ja". Er schminkte mich heimlich und stellte den Kontakt zur Regensburger Schwuleninitiative (RESI) her. Ich hatte Angst, auf dem Weg zur RESI von den anderen Jungs in meiner Verkleidung gesehen zu werden, aber als ich ihnen versehentlich über den Weg lief, hatten sie mich gar nicht erkannt! In der Stadt wurden mir Komplimente gemacht, weil ich eine Frau war, und ich dachte erst "Was ist denn jetzt los? Auf einmal sind sie alle so nett zu mir!" Da dachte ich mir: "Ich kann keine echte Frau sein, aber ich kann mich als solche tarnen, um meine Ruhe von den anderen Jungs zu haben". Das war ganz cool. Mir wurde bewusst (Gespräche in der RESI), dass mit dem Älterwerden ich auch männlicher werden würde und ich wollte so schnell es ging Hormone und kam mit 18 in einem Hausprojekt in Berlin unter, wo ich mir eine gute medizinische Versorgung erhoffte. Für viele der damaligen SEKIS-Gruppe Transs**ualität in Berlin aber war ich nicht "transs**uell" und ich sollte keine Hormone nehmen. Ich war für ein Jahr in der Psychiatrie. Dann war ich bei einer Psychotherapie und bekam Hormone, weil ich halt sagte "Ja, ich hab schon in der ersten Klasse das Gefühl gehabt, ein Mädchen sein zu wollen und ich würde gerne immer so wahrgenommen werden", was ich hier auch wahrheitsgetreu wiedergebe, nur ich hatte halt im Hinterkopf, dass mir dieses blöde Mann-Stigma auf dem Geist geht. Ein Mann muss sich immer raufen, ein Mann muss stark sein, ein Mann darf keine Gefühle zeigen, etc. Für mich war klar: Ein Mann soll es auch mal genießen dürfen, wie eine Frau wahrgenommen und behandelt zu werden. Als sich dann ein Jahr später die Form meiner Gesichtsknochen veränderte, war das totale Desaster für mich und ich wollte eine Gesichts-OP, nur das Thema FFS war damals noch gar nicht so en vogue. Im Internet Dr. Suporn aus Thailand, 20000$. So viel Geld hatte ich nicht. Ich hatte ein zeichnerisches Talent, aber Mediengestalter konnte ich mit Hauptschulabschluss nicht werden. Ich hatte aus meinen Zeichnungen Comic-Heftchen gemacht, die ich im Copy-Shop selber getackert hatte, um neben der Sozialhilfe ein Einkommen zu haben. Somit hatte ich mir über die Jahrzehnte Geld angespart, auch durch das Nachholen von Abschlüssen und regulärer Arbeit in der Pflege. Ich fand eine eigene Wohnung und lernte meditieren, weswegen ich mein Leben hier in dieser Klarheit präsentieren kann. Mit dem ganzen Gendertheorie-Kram der letzten Jahre, nonbinär pi pa po, konnte ich nicht "warm" werden, weshalb ich dabei blieb, darauf hinzuarbeiten, wieder als echte Frau wahrgenommen zu werden. In der Zeit hatte sich mein Styling, schminken und Verhalten stark verbessert, um doch noch die FFS zu vermeiden. Man ist halt nur mit dem echten Gesicht am schönsten. SO, das wäre es mit mit meiner Textwand an Urschleim. Ich hoffe, andere erkennen sich darin wieder und können Traumata auflösen. In der Transszene machte ich die Erfahrung, dass niemand ergründen will, warum ein biologischer Mann als Frau fühlt, nur in Foren lese ich, dass da einige sehr verbittert sind. Es ist aber wichtig, die Ursache des Leidens zu erkennen, um es bestenfalls aufzulösen. Aber wer bin ich schon, der sich über die eigenen Emotionen nicht im Klaren ist? Simone de Beauvoir: "Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht."

26.03.2026 um 21:48    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Joaxxxxxxxxx
461 Beiträge bisher
re: Wühlen im Urschleim

Natürlich habe ich früher viel darüber gegrübelt, warum ich so bin, wie ich bin. Und ich bin auch bereitwillig den Erklärungsmodellen gefolgt, die das Phänomen auf prenatale Einflüsse reduzieren, nur um vom Stigma des s**ualisierten Dachschadens weg zu kommen. Mir ist das heute so was von Wumpe, und ich wünschte mir, ich hatte schon damals diese Gelassenheit gehabt. Was ich weiß ist, dass ich in unbestimmter Zeit, vielleicht bald, vielleicht in ein, zwei, drei Jahrzehnten Blumendünger werde. Und dass es mich glücklich macht bis zu diesem Zeitpunkt weibliche Geschlechtsmerkmale zu haben, und dass es mich an den Rand des Suezids bringt, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Körper maskuliner wird. Nachdem ich zwanzig Jahre in Hormontherapie, und fünfzehn Jahre post OP bin, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich daran nochmal etwas ändern wird, sehr gering. Diese Sehnsucht den Körper eines Mädchen/einer Frau zu haben, begleitet mich schon seit meinen Kindertagen. Und ich denke, dass ist ein sehr gutes Indiz, auch bei den neueren Generationen, dass da s**ueller Fetisch keine Rolle spielt. Man muss halt unterscheiden, ob es einen glücklich macht einen weiblichen Körper zu haben, und die Rolle eher so eine Sache ist, die mitläuft, oder ob man den Körper verändern will, um die Rolle widerstandsfrei/-arm leben zu können. Und ja, natürlich kann es sein, dass bei mir die Ursache eine Fluchtidentität ist, oder Autogynophilie. Aber was ändert es an der Tatsache, dass ich sterben möchte, wenn mein Körper maskulinisiert, und es für mich eine furchtbare Entscheidung wäre für eine Krebstherapie Östrogen abzusetzen bzw Steroide nehmen zu müssen? Natürlich könnte ich mich heute nicht mehr einfach für das Ende entscheiden, weil jetzt ein Vater, ein Bruder und eine Partnerin emotional an mich gebunden sind. Aber was für eine K*cke wäre das?

26.03.2026 um 23:52    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Nanxxxxxx
643 Beiträge bisher
re: Wühlen im Urschleim

Ich habe mich noch nie geoutet, ist auch nicht notwendig. Ich bin zufrieden, wie es ist, zumal alles in der Stube stattfindet. Die 2,5 Jahre noch, reicht mir das.

28.03.2026 um 21:32    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von _Jexxx
2412 Beiträge bisher
re: Wühlen im Urschleim

Ich würde langsam die Tage hinschreiben .... damit immer alle mitfiebern können

01.04.2026 um 8:36    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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