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| Travesta - Forum |
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Von Schxxxxxxxxxxxxxxx 194 Beiträge bisher
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DIGNITAS Gründer Ludwig Minelli (92) gestorben. &128557;
Der Gründer der Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas ist durch assistierten Suizid gestorben, wie die Organisation mitteilte.
Ludwig Minelli starb am Samstag im Alter von 92 Jahren, wenige Tage vor seinem 93. Geburtstag.
Die Organisation würdigte Minelli und erklärte, er habe ein Leben für „Entscheidungsfreiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte“ geführt.
Minelli gründete Dignitas 1998, und seitdem hat die Organisation Tausenden von Menschen beim Sterben geholfen.
In den letzten Jahrzehnten haben einige Länder ihre Haltung zur Sterbehilfe geändert. Australien, Kanada und Neuseeland haben entsprechende Gesetze eingeführt. Das britische Oberhaus debattiert derzeit über ein Gesetz zur Sterbehilfe. Kritiker der Legalisierung befürchten, dass dadurch behinderte und schutzbedürftige Menschen zum Suizid gezwungen werden könnten.
Minelli begann seine Karriere als Journalist und arbeitete als Korrespondent für das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, bevor er Jura studierte und sich für Menschenrechte zu interessieren begann. Sein Leben lang setzte er sich leidenschaftlich für das Recht auf Sterbehilfe ein und gab Dignitas den Slogan „Würde im Leben, Würde im Tod“.
In einem Interview mit der BBC im Jahr 2010 sagte er: „Ich bin überzeugt, dass wir kämpfen müssen, um das letzte Menschenrecht in unseren Gesellschaften zu verwirklichen. Und das letzte Menschenrecht ist das Recht, selbst über das eigene Ende zu entscheiden und die Möglichkeit, dieses Ende ohne Risiko und ohne Schmerzen zu erreichen.“
Minelli gründete Dignitas, nachdem er sich von der älteren Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit getrennt hatte, da er deren Regeln als zu restriktiv empfand.
Die Organisation erlangte weltweite Bekanntheit, weil sie Nicht-Schweizern, die in die Schweiz reisen, weil Sterbehilfe in ihren Heimatländern nicht erlaubt ist, assistierten Suizid anbietet.
Innerhalb der Schweiz wurde er mitunter wegen angeblicher Intransparenz der Finanzgeschäfte der Organisation kritisiert und dafür, dass er Sterbehilfe auch Menschen anbot, die nicht unheilbar krank waren, aber ihrem Leben ein Ende setzen wollten.
Er sah sich zahlreichen juristischen Herausforderungen gegenüber und legte mehrfach erfolgreich Berufung beim Schweizer Bundesgericht ein.
In einer Stellungnahme erklärte Dignitas, seine Arbeit habe nachhaltigen Einfluss gehabt, und verwies auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus dem Jahr 2011, in dem das Recht einer urteilsfähigen Person bestätigt wurde, über Art und Zeitpunkt ihres eigenen Lebensendes zu entscheiden.
Euthanasie – die Verabreichung eines tödlichen Medikaments durch einen Arzt, um das Leben eines Menschen absichtlich zu beenden und Leiden zu lindern – ist in der Schweiz illegal.
Sterbehilfe ist jedoch seit 1942 unter strengen Auflagen nach Schweizer Recht erlaubt. Zu diesen Auflagen gehört unter anderem, dass keine Gewinnerzielungsabsicht besteht und die Person, die sterben möchte, bei klarem Verstand ist.
Dignitas erklärte in einer Stellungnahme, man werde den Verein weiterhin „im Geiste seines Gründers als professionelle und engagierte internationale Organisation für Selbstbestimmung und Wahlfreiheit im Leben und am Lebensende führen und weiterentwickeln“.
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| 01.12.2025 um 2:40 |
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Von Schxxxxxxxxxxxxxxx 194 Beiträge bisher
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re: DIGNITAS Gründer Ludwig Minelli (92) gestorben. &128557;
Diese arrogante Einmischung von Menschen, die größtenteils nicht davon betroffen sind, ob Sterbehilfe erlaubt sein sollte oder nicht, da sie selbst nicht verzweifelt sterben wollen, die Leiden als würdevoll empfinden oder es mit Würde ertragen sollten, die dem Tod keine Würde absprechen, Leiden aber als Teil des Lebens oder gar, schlimmer noch, als etwas Schönes betrachten, ist einfach nur obszön.
Ich wünsche all diesen arroganten Menschen, die anderen Würde und das Recht auf Selbstbestimmung (übrigens ein Grundpfeiler unserer Verfassung!) absprechen, nur weil sie es nicht gutheißen, nur um selbst das zu fühlen und zu erleben, was sie anderen verweigern, eine aggressive Krebserkrankung oder eine andere grausame, schwächende Krankheit. Ich bin sicher, dass jeder, der sich diesem Zeugnis der Zivilisation widersetzt, seine Meinung ändern würde, wenn einer seiner Angehörigen so sehr leiden würde, dass er ihn anflehen würde, ihm beim Sterben zu helfen, weil sein Leben keinerlei Lebensqualität mehr hat und die Qualen so unerträglich sind, dass der Tod die bessere Alternative zu einem so erniedrigenden, unerträglichen Leben wäre.
Wie Menschen nur so grausam sein können, anderen Menschen in einem Moment, in dem es wirklich darauf ankommt, Erleichterung, Würde und ihr Recht auf Selbstbestimmung zu verweigern, ist mir völlig unverständlich.
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| 05.12.2025 um 12:25 |
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