|
Von Julxxxxxxxxxxxx 132 Beiträge bisher
 |
Zur Arbeit als Frau
Ich hab mal geschrieben, dass ich komplett als Frau seit 2 Jahren gegangen bin.
Es war alles okay....
Und plötzlich Kurzarbeit und ich als erste eine Kündigung erhalten habe.
Ohne Arbeit ist doof. Da bin ich zur Leihfirma gegangen. Sie haben mich angestellt. Im Arbeitsvertrag steht meine weibliche Name Julie und Geschlecht- Frau.
Wenn sie mich Ansprechen, sagen immer Frau Julie.
Bei Firma, wo ich jetzt von der Leihfirma arbeite, auch als Julie. So wurde ich allen Mitarbeitern vorgestellt. Alle sagen zu mir Frau Julie.
Ich hab mal versucht und zum Vorstellungsgespräch als Frau gekleidet gekommen und meinen dgti Ausweis gezeigt.
LG Sissy Julia
|
| 20.01.2026 um 12:22 |
Antworten |
Von Vioxxxx 105 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Wenn ich als Viola ein Zimmer im Hotel buche, wird in den meisten Fällen auch der Personalausweis verlangt. Um etwaige Irritationen von Seiten der Rezeption vorzubeugen, zeige ich gleichzeitig meinen Dgti Ausweis vor. Ich habe damit noch nie Probleme gehabt. Da ich grundsätzlich als Frau verreise, ist der Ausweis für mich sehr hilfreich und ich kann entspannt meine weibliche Seite ausleben.
|
| 20.01.2026 um 17:13 |
Antworten |
Von Nicxxxxxxxxx 27 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Nach meiner Entscheidung und entsprechendem outing UND Antrag beim Standesamt habe ich umgehend mein Business Profil geändert und hab nach einem weiteren Monat meinen ersten Auftrag mit meiner weiblichen Identität bekommen. von Rechtswegen war der Vertrag natürlich noch auf meinen männlichen Namen aber auf der Baustelle wurde ich dennoch von allen weiblich und respektvoll behandelt Der Ansprechpartner meines Auftraggeber kannte mich noch von früher. Auch meinen baustellenausweis der ja an die Sozialversicherung gekoppelt ist hatte ich kulanterweise schon auf meinen neuen Namen bekommen
|
| 20.01.2026 um 21:19 |
Antworten |
Von Nadxxxxx 177 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Läuft doch gut ! 👍👍👍
|
| 20.01.2026 um 21:57 |
Antworten |
Von _Jexxx 2307 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Ich denke es hängt stark davon ab, was du beruflich machst. Viele von uns sind im Elektronik oder IT Bereich und da interessiert es niemanden wie du gekleidet bist.
Als ich mich damals outete, ging ich zuerst zu meinem großen Chef und dem war es egal, insofern hatte ich Narrenfreiheit.
Allerdings bin ich seit 30 Jahren im öffentlichen Dienst Bereich IT Berufsbildung.
Mein mein Kleidungsstyle änderte sich langsam, von Androgyn in feminin und nicht in Drag oder StraßenH***, denn das scheinen viele hier auf travesta zu verwechseln.
Mein Ziel war als Frau in der Masse weitestgehend unterzutauchen und nicht als gespieltes aufgesetztes Überweibchen zu fungieren.
Ich denke erst dann fühlt man sich auch bewusst angekommen, wenn man von den anderen so akzeptiert wird...als einen von ihnen und nicht das es heißt, da kommt die Transfrau.
|
| 21.01.2026 um 8:28 |
Antworten |
Von Buxxxxxxxxxxxx 104 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
In der Realität war wohl nicht alles OK, sonst hättest du nicht als Erste die Kündigung erhalten. Aber nicht nachlassen, immer als Frau zu Vorstellungsgesprächen gehen. Wenn du in der IT- Elektronikbranche bist, hast du beste Chancen. Vergiss auch den öffentlichen Dienst nicht!
|
| 21.01.2026 um 8:54 |
Antworten |
Von Julxxxxxxxxxxxx 132 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Mit Mitarbeitern war alles okay.
Mit Chefs hab ich weniger zu tun gehabt.
Ich bin Elektronikerin. Schaltschrankbau.
LG Sissy Julia
|
| 21.01.2026 um 9:16 |
Antworten |
Von jenxxxxxxx 183 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
@_jenn_
Dein Zitat „…und nicht in Drag oder StraßenH***, denn das scheinen viele hier auf travesta zu verwechseln.“ möchte ich zu 100% unterschreiben.
Genau das ist es nämlich was uns alle in Verruf bringt. Ich denke oft wenn ich hier so manche sehe, so würde die billigste HafenProstituierte nicht rumlaufen. Ich weiß ja nicht was diese Leute für ein Frauenbild haben, auf jeden Fall kein schönes.
Ich bin nun seit fast 4 Jahren total geoutet und seit einem Jahr nur noch als Frau unterwegs und hatte noch nie eine schlechte oder abfällige Bemerkung bekommen. Vielleicht liegt’s ja auch einfach daran was man aus sich macht und vor allem wie man auftritt.
Lg Jenny
|
| 21.01.2026 um 14:04 |
Antworten |
Von Jasxxxxxxxxxx 20 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Hallo Jenny,
wie Recht Du hast. Bei fast Allen TVs hier dominiert einfach dieses extreme Fetisch Gehabe ohne das der Wunsch vorhanden ist, authentisch weiblich sein zu wollen.
Wer wie eine billige H*** meint, in die Öffentlichkeit geht und sich nur über die höchstmöglichen heels definiert, darf sich nicht wundern, dumm angemacht zu werden.
Wir haben doch innerhalb der lgbtiq Bewegung fast keine Sichtbarkeit, warum wohl ? Ich kann mich nicht erinnern, jemals in München einer TV begegnet zu sein.
|
| 21.01.2026 um 14:32 |
Antworten |
Von Jasxxxxxxxxxx 20 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Moni, das glaubst Du nicht wirklich !
Dann glaubst Du auch an den Weihnachtsmann oder ?
|
| 21.01.2026 um 15:04 |
Antworten |
Von Nanxxxxxx 575 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Das könnte ich nie, da würde ich sofort fliegen und gemobbt werden. Zum Glück brauche ich das nicht, habe aber größten Respekt vor allen, die den Schritt wagen.
|
| 21.01.2026 um 15:06 |
Antworten |
Von LaCxxxxxxx 716 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Rund 12 % der Deutschen identifizieren sich als LGBTQIA+, die Unternehmen vernachlässigen, wenn sie die LGBTTI-Community übergehen. Kann sich das ein Betrieb in Zeiten des Fachkräftemangels und der Digitalisierung noch leisten?
Wie lässt sich feststellen, dass ein Unternehmen nicht nur „Pinkwashing“ betreibt, also zu Imagezwecken vorgibt, LGBTTI-freundlich zu sein? Ich glaube, dass Firmen nicht zwangsläufig offener sind, wenn sie ein „d“ mit ausschreiben.
Ein gutes Zeichen ist, wenn sich Firmen etwa auf Messen wie der LGBTTI-Karrieremesse Sticks and Stones engagieren oder bei Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day mitwirken. Auch Mitgliedschaften bei Netzwerken wie Prout at Work oder der Charta der Vielfalt sind positiv zu bewerten. Wenn etwa jemand über einen diversen Geschlechtseintrag verfügt, kann es durchaus sinnvoll sein, das anzusprechen – gerade in Bezug auf die gewünschte Anrede. Ansonsten muss die Geschlechtsidentität aus meiner Sicht gar nicht thematisiert werden, weder im Lebenslauf noch im Vorstellungsgespräch. Ich würde mich immer fragen, was für einen Mehrwert diese Information für das Vorstellungsgespräch hat. Ist eine Eigenschaft, die mit meiner Geschlechtsidentität zusammenhängt, für die Stelle relevant? Im besten Fall gibt es beim jeweiligen Unternehmen eine Handlungshilfe für ein Coming-Out, die Empfehlungen im Umgang mit Führungskräften oder der Personalabteilung gibt.
|
| 21.01.2026 um 16:57 |
Antworten |
Von Annxxxxxxxxxxxxxxxx 8 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Chère Comtesse,
leider haben fast alle deutschen Konzerne Diversity-Abteilungen, Toiletten für Diverse und sind selbstverständlich auf der Sticks & Stones, dem CSD usw vertreten. Und natürlich gibt es interne Leitfäden, nach denen alle genderneutral mit korrekter Sprache anzusprechen sind.
Aber in der Realität sehe ich keinen Weg, als genderfluide Persönlichkeit dort ab und an, wenn ich mich eher weiblich fühle, in Rock und Bluse zur Arbeit zu kommen. Offen homos**uell zu sein ist - zum Glück! - akzeptiert oder sogar normal, Crossdressing ist es noch lange nicht.
Da wäre mir ein Mittelständler ohne Diversity-Fassade lieber. Der würde vielleicht sagen: Ja mei, wenn Sie manchmal an Rock anziehen mögen, dann machens das halt, Herr X oder Frau X oder wie ich sie richtig ansprechen muss dann. Hauptsache, Sie machen Ihre Arbeit gut. Und wenn Ihnen jemand blöd kommt, dann kommens halt zu mir, dann kläre ich das.
|
| 21.01.2026 um 22:21 |
Antworten |
Von Buxxxxxxxxxxxx 104 Beiträge bisher
 |
re: Zur Arbeit als Frau
Die Arbeitslosenrate von Transpersonen liegt drei bis fünfmal höher. Ich bin sicher, es ist kein Zufall, dass die Threadstarterin zuerst gekündigt wurde. Arbeitgeber befürchten negative Reaktionen von Kunden. Da wird die erste pausible Möglichkeit genutzt, eine "Problembärin" loszuwerden. Natürlich wird es kein Arbeitsgeber als Kündigungsgrund nennen, um nicht geklagt zu werden.
|
| 21.01.2026 um 23:27 |
Antworten |