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Von Nicxxxxxxxxx 58 Beiträge bisher
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re: TransgenderStimme
@Tracy
Genaus Diese Sprachmuster uns Probleme kenne ich auch. Ich dachte schon ich wäre zu doof. Es ist schon zu hören das es anderen genau so ergeht. Ich habe auch genau wie du deshalb die OP ins Auge gefasst
Lieben Gruß Nicole
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| 31.05.2026 um 19:03 |
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Von Anjxxxxxx 666 Beiträge bisher
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re: TransgenderStimme
Hallo Tracy,
gerne beantworte ich dir all deine Fragen – einen Teil werde ich hier beantworten zum allgemeinen Ablauf.
Einige Fragen zu Preisen und Abrechnungsmöglichkeiten schicke ich dir als PN.
Ich kann deinen Frust was die Stimme angeht sehr gut nachvollziehen. Denn es ist eine unheimliche Konzentrationsanforderung seine Stimme höher zu halten – klar auf Kopfstimme wechseln geht ja noch, aber das reicht ja nicht unbedingt.
Mich hat es auch immer sehr frustriert, das insbesondere in Gesprächen die auch intensiver wurden meine Stimme deutlich abfiel. Logopädie alleine hätte das nicht behoben und es hätte auch zu Verspannungen führen können, da es zudem auch anstrengend ist.
Ich habe ja auch im Vorfeld mit zwei Freundinnen gesprochen, die das auch gemacht haben und von denen nur gutes gehört. Über die OP ebenso wie stimmlich 😊
Das Risiko das was passiert ist bei jeder OP gegeben, es wäre albern, das zu verneinen oder auszublenden. Warum ich mich für Prof. Hess entschieden habe ist, dass er wohl einer der erfahrensten Vokal-Chirurgen ist. Nicht nur in Deutschland.
Allerdings ist natürlich auch das persönliche Verhalten von Bedeutung nach der OP – besonders die ersten zwei Wochen. Nicht Sprechen – Schreien – Singen auch Husten, Niesen und Räuspern sind tabu. Man lernt aber auch wie man Husten oder Niesen kann ohne Gefahr.
Zum Ablauf:
Ich war da zuerst bei einer Voruntersuchung – hierbei werden zum einen deine Stimmbänder untersucht – und Prof. Hess legt dann die OP selber fest.
Es gibt zwei Metho-den
1. Es wird nur die Glottoplastik gemacht
2. Es werden zusätzlich zur Glottoplastik noch die Stimmbänder gelasert
Bei mir wurde Methode 2 durchgeführt da meine Stimmlippen außen verdickt waren. Das führt schon alleine zu einer tieferen Stimme.
Zusätzlich wirst du an dem Termin schon mit der Logopädin dort reden – die Logopäden sind da spezialisiert auf Stimmbildung nach einer OP. Es wird auch deine Stimme und dein Stimmvolumen gemessen. Wichtig ist der Logopädin aber auch deine Sprechgewohnheiten – deine Art zu reden usw. abgefragt. Die Logopädie soll individuell zu dir passen.
Die Kosten für die Voruntersuchung werden mit den OP-Kosten verrechnet, wenn du dich entschließt die OP zu machen.
Die OP – selber ist ambulant aber unter Vollnarkose dauert so 1 bis 1,5 Stunden du wirst dann im Aufwachraum so eine bis zwei Stunden wieder entlassen:
Wichtig! Du brauchst eine Begleitperson für 24 Stunden nach der OP – wegen der Vollnarkose
Direkt nach der OP wird das Ergebnis überprüft – ich habe dann mit meiner Begleiterin die Nacht dort verbracht und wir sind am nächsten Morgen wieder nach Hause.
Ich blieb dann 14 Tage in Quarantäne auch eine Woche davor – auch um sich keine Erkältung oder sowas einzufangen. Als Allergikerin sollte man die OP auch lieber im Herbst oder Winter machen.
Dann 14 Tage Sprechverbot!
Nach 14 Tagen musst du dan zur Endabnahme und bekommst wenn alles gut ist die Sprechfreigabe.
Ich konnte nach 14 Tagen noch nicht sprechen – da meine Stimmbänder durch das Lasern noch zu wund waren um zu schwingen. Das wurde dann langsam Tag für Tag besser. Am Anfang noch sehr heiser und sehr kratzig.
Meine OP war am 23. April und das Ergebnis von oben ist genau 5 Wochen nach der OP entstanden.
Freitag geht es jetzt noch einmal zur Nachuntersuchung und sofort auch los mit der Logopädie – die erste Stunde ist direkt bei Medical Voice vor Ort – danach mache ich das Online.
Die Logopädie ist vor allem wichtig zu lernen mit deinem neu gestimmten "Instrument" umzugehen - aber auch Sprechrythmus und sowas zu lernen.
Die gesamte Entwicklung der Stimme dauert so 6 Monate. Aber ich finde das Ergebnis nach 5 Wochen schon sehr gut. 😊
Ich rede ganz normal wie vorher auch muss da nicht meine Stimme anheben oder so – also wirklich ich bin selber erstaunt, dass das ganz von alleine geht. Morgens nach dem Aufstehen bin selber immer noch was überrascht nach dem ersten Satz. Das gute ist alle die mich mit alter Stimme kennen sagen man merkt noch, dass du es bist – da ich ja immer noch so rede wie vorher – nur höre ich mich halt ganz anders an. Also ich würde es wieder machen 😊
Was es bei dir mit dem Singen angeht (nach der Sprechpause) da musst du dich bei denen mal direkt informieren – dazu kann ich dir nichts sagen – kannst du aber sicher auch telefonisch erfragen – die sind da alle sehr nett.
Liebe Anjagrüße
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| 31.05.2026 um 19:04 |
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Von lucxxxxx 239 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Bei mir war es singen um die Tonöhe zu verändern. Das fällt erstmal schwer... Logopädie hilft ja, Ein Rezept sollte beim Hausarzt kein Problem sein??
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| 31.05.2026 um 19:24 |
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Von Annxxxxxx 64 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Hallo Anja,
danke für deinen Beitrag über Stimm-OP. Und den Hörbeispielen. Sehr informativ. Ich habe auch einige Zeit Logopädie gemacht, dann hab ich es vernachlässigt und mein HNO Arzt hat mich nicht verstanden. Auch deine Hörbeispiele machen den Vergleich doch sehr deutlich.
LG Anna
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| 01.06.2026 um 5:11 |
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Von Sabxxxxx 82 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Ich gönne jeder, die sich einer Geschlechtsangleichung unterzieht, alles Gute und viel, viel Erfolg!
Aber das was du hier schilderst, zeigt eher, wir schräg das System im besten Deutschland aller Zeiten ist. Nur noch Trickserei, wo immer man hinschaut...
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| 01.06.2026 um 6:45 |
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Von Sabxxxxx 82 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Ich gönne jeder, die sich einer Geschlechtsangleichung unterzieht, alles Gute und viel, viel Erfolg!
Aber das was du hier schilderst, zeigt eher, wir schräg das System im besten Deutschland aller Zeiten ist. Nur noch Trickserei, wo immer man hinschaut...
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| 01.06.2026 um 6:48 |
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Von Anjxxxxxx 666 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Hmm das ist dann natürlich eine komplexere Frage.
Erstmal so viel, mir war klar, dass ein Eingriff in meinem Stimmaparat nicht mehr reversibel ist. Ich kann nicht mehr mit meiner alten Stimme sprechen - die ist ein für allemal weg.
Darüber muss man sich schon im klaren sein, das bedeutet lässt du dich auf so eine OP ein verändert sich deine Stimme für immer! Da kannst du nicht mehr variieren und ggf. mit deiner alten Stimme sprechen.
Für mich war das kein Kriterium - da ich eine neue Stimme für mein ganzes Leben wollte.
Aber wenn du da nicht innerhalb der Woche auffallen willst - das kannst du nicht verbergen.
Von daher sollte man sich den Schritt gut überlegen...
Liebe Anjagrüße
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| 01.06.2026 um 17:54 |
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Von traxxxxxxxxxxxxx 337 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
ist halt die frage, wie perfektionistisch
eine das ganze sieht. für mich sind
weniger als 223% schwer zu ertragen,
und da ich die nie erreichen werde,
ist es nach brustaufbau und gaop
keine option, weiter mit der alten
stimme rumzukrächzen.
anyway, dank dir lotte, für die infos.
da ich eh nah wohne, schau ich mir
den laden mal an. gebe aber viellt
auch logopädie noch eine chance.
immerhin besteht dann auch die
chance, dass die kasse es zahlt, ob
in berlin oder wo sonst. mich können
die ja eh gar nicht ablehnen, es wäre
halt nur mehr zeit. mal sehen.
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| 01.06.2026 um 19:05 |
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Von Nicxxxxxxxxx 58 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Warum können die dir die stimm OP nicht ablehnen??
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| 01.06.2026 um 21:13 |
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Von Anjxxxxxx 666 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Wenn du es mit Logopädie länger versucht hast und das erfolglos blieb - kannst du mit einer Indikation es in der Charité Berlin auf Kasse probieren und hast sehr gute Chancen für die Kostenübernahme
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| 02.06.2026 um 9:12 |
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Von Shexxxxxxxx 67 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Meine Tochter (MzF) Mitte 30 wird diese Information bestimmt sehr nützlich finden. Tolle Umwandlung!
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| 05.06.2026 um 16:21 |
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Von thexxxxxxx 190 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Eine weibliche Stimme kann man sich gegebenenfalls (und auch mit etwas Glück) antrainieren. Je früher desto besser... mit über 50/60 wird das eher schwierig.
OP wäre für mich NIE infrage gekommen, Keiner weiß wie sich das dann hinterher anhört, vielleicht kann man auch gar nicht mehr sprechen, wer weiß das schon.
Andererseits hat eine ältere TS mit etwas tieferer Stimme auch einen gewissen Charme, der mir sehr gut gefällt.
Ich habe ca. 5 Jahre gebraucht um komplett weiblich zu klingen. Zwischendurch gibt es sicher auch mal paar Rückschläge, man muß dann eben immer wirklich dran bleiben.
Und lasst euch nie auf Scharlatane ein, die sonst was versprechen, die wollen nur euer Geld.
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| 06.06.2026 um 1:18 |
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Von thexxxxxxx 190 Beiträge bisher
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re: Transgender und Stimme
Dies ist schon ein Unterschied wie Tag und Nacht, vielen Dank für dieses sehr, sehr interessante Beispiel.
Wünsche dir maximalen weiteren Erfolg!
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| 06.06.2026 um 1:30 |
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