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Thema: Das war mein Weg - wie ist eurer?


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Von Anjxxxxxx
641 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Nur was bringen mir die ganzen Erkenntnisse - ich lebe in einer christlich mor**isch geprägten Gesellschaft - und in der muss ich klar kommen - nicht in Theorien

08.07.2026 um 17:55    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Pauxxxxxxxxxxx
47 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Die Frage war wie unser Weg war. Ich war 22 und hatte auf eine Anzeige in einer Zeitschrift einen Brief geschrieben. Gesucht hatte ein Paar einen jungen Mitspieler für s** mit der Frau. Handy und Internet gab es 1992 noch nicht. Ich also an einem Samstag zum Treffpunkt gefahren. Bis dahin hatte ich noch fast keine s**uellen Erfahrungen, geschweige ich hatte etwas mit Damenwäsche und s** mit Männern am Hut. Es ging dann ziemlich schnell und ich durfte die Frau lecken. Plötzlich spürte ich was am Po und kurz darauf etwas im Po. Ich war erschrocken empfand es aber geil. Es waren diesen Abend gleich 3 Premieren für mich. Mein erster Dreier, mein erster s** mit einem Mann und das erste mal einen Schw*** im Po. Beim nächsten Treffen sollte ich dan Nylons anziehen und so wurde ich immer mehr zum Dwt zum Tv zur Sissy des Paares. Ein paar Jahre später wollte ich wieder s** mit einem Mann, hatte ich auch aber ich als Mann und nicht als Frau angezogen konnte mich einfach den Männern nicht hingeben. Inzwischen gab es Internet für jeden und ich habe mir dann meine erste eigene Frauenwäsche bei eBay ersteigert. Es folgten dann meine wilden und exzessiven Jahre. Außer auf Arbeit war ich nur als Frau zurecht gemacht unterwegs. Zu dieser Zeit kamen mir auch oft die Gedanken mein Geschlecht komplett zur Frau zu machen. Nach vielen Überlegen, hin und her habe ich mich entschieden eine Teizeitfrau und Wohnzimmertranse zu bleiben. Und jetzt im Nachhinein war es nicht falsch. Ich habe meine Frau gefunden, kann mich als Frau zurecht machen wann immer ich will und bin im Alltag Mann.

08.07.2026 um 18:49    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Lisxxxxxxx
21 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Liebe Anja Lotte, Liebe Mitleser, Deine offene Schilderung über Deinen "Werdegang" deckt sich glaube ich mit einer Vielzahl von anderen Lebenserfahrungen - die sich letztlich nur in Ihren Auslenkungen individuell unterscheiden. Auch fand ich den Post von "Psychologe" sehr treffend. Als selbst "Betroffene" habe auch ich gleiche Erfahrungen gemacht - allerdings mit einem Unterschied - ich war trotz depressiven Phasen immer auf der positiven Seite geblieben und konnte mich deswegen auch immer wieder selbst "am Kragen aus dem Sumpf ziehen" - sprich - da war nie ein suizidaler oder selbstzerstörerischer Unterton. Wie Anja habe ich früh schon Weiblichkeit als etwas viel schöneres empfunden - bunter - multi-Dimensionaler - Sinnlicher - als ich das aus dem männlichen Rollenbild ausmachen konnte. Letzteres hat mich nie angesprochen - ich empfand es schlichtweg oft als praktisch - gelebt - habe ich das so gut wie nie - oder besser gesagt - ich habe eine männliche Rolle gespielt - ohne jemals Tiefgang darin zu entwickeln oder Freude daran zu empfinden. Auch wenn ich mein männliches Geschlecht bereits früh abgelehnt habe - so fühle ich doch Dankbarkeit meinem Körper gegenüber - auch - lebe ich gerne in ihm......und ich hab ihm beruflicherweise früh viel zugemutet. Diese "Schwere" - über die geschrieben wurde, konnte ich erst selbst nach einiger Erkenntnis mit 44 ablegen - als ich mich nach einer Cäsur im Leben für mich entschloss, "reinen Tisch zu machen" mit mir - und allen anderen. Ich war es leid mich nur im Privaten Alltag als die zu leben, die ich nun mal bin. Und ich war es auch Leid - mir selbst - aber eben auch lieben Menschen um mich herum - etwas vorzumachen. ... und dann kam eben auf einmal das Gefühl - als ob diese Last adhoc weg wäre.... Für mich ist das Leben und der Alltag als Frau - auch wenn ich nicht die hübscheste usw. bin - um so viel mehr erfüllender. Wohin die Reise geht ist für mich klar - ich bin mir nur nicht sicher - wie weit ich da noch medizinisch komme - HRT gewiss - GaOP ? ich werde sehen. Ich glaube, das wichtigste, was wir alle begreifen müssen und mussten ist doch der Punkt: Zu sich selber zu stehen - da es nichts falsches ist und gibt darin festzustellen, die falschen Geschlechtspronomen zu tragen - und dagegen dann etwas zu tun. Je früher das erkannt wird - desto weniger Leid und desto einfacher auch der Wechsel. Für mich ist das ein zentraler Punkt : Der individuelle Mensch steht im Mittelpunkt der Betrachtung und des Handelns - Probleme die dieser Mensch hat - muss man bestmöglich lösen - und macht mit Anstand und Respekt - weder Geschäftsmodell noch Politikum draus. ..... und ja - ich träum auch noch von Einhörnern..... ) In Summe geht es dabei auch nicht um eine Differenzierung von Transx-betroffenen Menschen. Auch wenn manche meinen, hier ein Ranking zwischen DWT - TV und TS machen zu müssen - denn jeder ist mit seiner Problematik oder Neigung auch ganz eigenständig betroffen. Betroffen sich nach seinen Bedürfnissen Befriedigung (aber im weiten, primär nicht s**uellem Sinne) zu verschaffen. Und wenn wir TS dann die weitgehende Angleichung ans Gegengeschlecht mit allen Hürden und Schmerzen wollen - dann gehört auch dies dazu. Ich habe erlebt, dass es nicht die großen und lauten Töne im Leben sind, die weiterhelfen - auch gerade nicht im Zusammenspiel mit der Gesellschaft. Das war und ist auch noch nie mein Stil gewesen. Es waren die direkten und ehrlichen - authentischen und leisen Ansprachen oder Aussprachen unter Menschen, unter denen man sich mit ehrlichem Interesse ausgetauscht hat.....und dies wird auch weiterhin stattfinden - denn ich bin mir im klaren, dass meine Transs**ualität ein Teil von mir ist - den ich nicht verhehlen kann - und auch nicht will. Denn selbst nach einer OP ist man ja nun doch auch wenn perfekt eben "angeglichen"....aber das ist auch okay. Es heißt eben - wie ebenfalls angesprochen - den Frieden zu finden - mit sich - mit der Welt. Hier kommt vielleicht dann auch diese Standortbestimmung ans Licht - wenn man eine Route festlegt, dann braucht man die Richtung und Geschwindigkeit aus der man gekommen ist - den aktuellen Standort und das Ziel oder einen Wegpunkt wo man hin will. Das ist in der Nautik - Aeronautik so - und man kann es auch schön für das Leben betrachten. Und man muss sich trauen, das Ziel anzusteuern und es auch wirklich erreichen wollen. Dann funktioniert das alles. Und die Unbekannten wie Wind und Strömung - oder das Leben - sorgt dann für die Abdrift und vielleicht schickt einem das Schicksal auch Mobby Dick vorbei. Da kann man dann entweder dran zerschellen - sich fressen lassen - oder einfach drum herum manöverieren.....oder den Wal fressen...aber wozu ? der geht einem auf dem Weg zum Ziel ja auch nur im Weg um und stört....kostet Zeit und Mühen. Für mich war ebenfalls ein großes Ding, sich von der Meinung von anderen Menschen zu befreien - nicht radikal und auch nicht als "dass Radikal" - aber ich prüfe sehr genau, wer versucht, mich in welches seiner "meist" kleinen Raster zu pressen und wenn es mir das Wert ist - auch warum. Und mein "Nein" ist auch überzeugend und kann tief gehen - wenn nötig. In meiner Vergangenheit haben mich solche Menschen zu oft böse aufgehalten - mich be- und ausgenutzt und manch "dummer Mensch" mir Hypotheken auf die Schulter gelegt, die ich weder tragen konnte und auch nicht verstand, warum ich die tragen sollte...bis hin zu echten Psychopathen und Mesogynen. Ich bin denen nicht immer Herr geworden - im Gegenteil - aber ich habe gelernt sie zu erkennen - ihnen aus dem Weg zu gehen - aber auch ihnen mit Intellekt die Stirn zu bieten um sie zumindest von meinem Kern und meinem essentiellen Weg fernzuhalten. Das mag jetzt alles erhaben klingen.....und fertig. Das ist es und bin ich noch lange nicht bzw. wird es auch nie sein. Wer ist das schon - im Leben ? Ich bin auf meinem - erkannt richtigen - und für mich und mein Umfeld - gutem Weg....und mehr kann man auch nicht haben. Ich wünsche Dir Anja Lotte, auf Deinem individuellen eigenen Weg eine gute Reise....Glück und viele tolle und erfüllende Momente. Und das wünsch ich Jeder / Jedem (FtM - die darf man nicht vergessen) der einen solchen und ähnlichen Weg geht. Lebt - liebt und lacht......ihr habt allen Grund dazu ! Ach ja - falls sich jemand zwischen Augsburg / München / Landsberg am Lech angesprochen fühlt......ich würde mich auch über Mädelsz zum was unternehmen freuen ! aka... simple life.....aka "Leben"...... Das waren meine 5 Cents...vielleicht auch 6.... Lisa

09.07.2026 um 10:26    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Ginxxxxxxxx
55 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Na ja, für Psychotherapie, Hormone und GaOP muß eine medizinische Indikation, ein nicht allein zu bewältigender, also krankhafter Leidensdruck vorliegen, der eine Hilfe durch Andere erfordert.

09.07.2026 um 22:05    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von _Jexxx
2565 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Ich würde nie behaupten: Ich bin nicht krank.... gewesen! Je nach schwere des Problems... schau mal Anja, dich hat ja auch deine Stimme kaputt gemacht und du hast es geändert, weil sie einfach mal so rein gar nicht gepasst hat zu deiner Einstellung. (...und es war wirklich gruselig vorher) Je länger man damit herum läuft nach dem outing umso mehr zermürbt es einen... manch einem reicht dies, andere brauchen deutlich mehr. Ich hatte mir damals alles aufgeschrieben und gegenüber gestellt in pro und contra. Ich bleibe so wie ich bin Ich lebe androgyn Ich gehe den kompletten Weg als TS .... dazwischen gab es für mich nichts. Und es gab eigentlich nur noch eine Lösng davon, denn beim letzten Weg hatte ich am wenigsten Kontra, bis auf... ich verliere meine Frau... was uns beiden damals wirklich unfassbar weh tat. Aber rückblickend; nach Psychatrie, mehrfachen NebenHo***entzündungen, Ritzen der Genitalien, Entzünungen im Darm (Colitis ulcerosa), Bulimie, Bl**hochdruck und heulkrämpfen... Ich hatte auch kaum noch essen in mir behalten und kippte ständig um... da kann man schon von leicher Dysphorie sprechen. Ich hasste diesen Körper obwohl ich sehr gut durchrainiert war und dann wieder extrem schlank... würg Trotzdem wollte ich diesen Weg auf Grund meiner Sozialisierung nicht gehen und heute bin ich überhappy das ich mir diesen Tritt habe geben lassen von meinem TiefenPsychologen. Es ist wie ein kleiner Traum, den ich mir da erfüllt habe und ich schaue jeden Tag gerne in den Spiegel und genieße mein Leben

10.07.2026 um 3:14    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Annxxx
238 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Guten Morgen Anja 🙋‍♀️☕ Wir sind in einem Alter, so ist der Werdegang von uns beiden sehr ähnlich, anfangs hatte ich auch das Gefühl Pervers, Krank zu sein, da gab es noch kaum Litaratur zu dem Thema, nach vielen brüchen im Leben geniesse ich meine Zeit als Teilzeitfrau. Genisse deine Zeit. LG. Anna

10.07.2026 um 4:40    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Anjxxxxxx
641 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Da hast du sicher nicht ganz unrecht, aber es kommt auch drauf an, wie man damit umgeht. Wer nicht über sich selbst lachen kann, wirkt oft unsicher. Ich sage dann immer scherzhaft - ich muss schon ganz schön einen an der Marmel haben - gesund in ein Krankenhaus zu gehen, um mich operieren zu lassen Rein objektiv ist es nunmal so... Ist halt die Frage wer wen kontrolliert - ich meine Dysphorie oder meine Dysphorie mich? Aber das mag jeder anders sehen - nur ein zu sehr sich Dareinsteigern kann auch zu Verbissenheit führen. Wie sagte es Alan Watts: „So wie wahrer Humor das Lachen über sich selbst ist, ist wahre Menschlichkeit das Wissen über sich selbst.“ Mir fällt mein Leben mit Selbstironie halt leichter - das hat auch nicht alleine was mit Transs**ualität zu tun. Ich werde niemandem erklären wie er/sie TS zu sein hat - aber ich möchte auch nicht dass mir jemand erklärt, wie ich zu ticken habe

10.07.2026 um 10:59    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Lisxxxxxxx
21 Beiträge bisher
re: Das war mein Weg - wie ist eurer?

Kleiner Ausflug an - Jenn - : Das was Du da geschrieben hast über Deinen Weg und DEINE Lösung - das klingt sehr schön und stimmig - deswegen Dir alles Liebe und nur erdenklich Gute ! mich hat es gerade sehr bewegt - mir geht es im Ausgang nicht anderst....und ich denke, wenn man das so sagen kann - dann hat man für sich richtig entschieden ! Lisa

10.07.2026 um 12:12    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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