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Thema: ICD 11 - Segen oder Fluch?


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Von Nicxxxx
106 Beiträge bisher
re: ICD 11 - Segen oder Fluch?

Mit das schlimmste, finde ich, wenn sich Betroffene in einem offenen Forum wie hier an die Gurgel gehen. Geht mal gar nicht. Man kann natürlich über vieles diskutieren, am Ende sollte es aber halbwegs sachlich bleiben.

02.09.2026 um 22:06    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Andxxxx
1371 Beiträge bisher
re: ICD 11 - Segen oder Fluch?

So geht es nun mal zu auf der Welt. Doch es gibt auch Lichtblicke :

02.09.2026 um 22:40    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von _Jexxx
2639 Beiträge bisher
re: ICD 11 - Segen oder Fluch?

@ Niccoll; Stimmt absolut... und man darf sich nicht mitreißen lassen.

03.09.2026 um 11:39    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Joaxxxxxxxxx
480 Beiträge bisher
re: ICD 11 - Segen oder Fluch?

Die Aufgabe der Psychiater war es die Spreu vom Weizen zu trennen, es ging um einschneidende Maßnahmen, die Namensänderung verbunden mit einem Auskunftsverbot, Hormontherapie die tiefgreifenden Einfluss auf die Psyche hat, und zuletzt eine Operation an einem medizinisch gesunden Menschen, was gegen den medizinischen Eid geht, noch dazu finanziert vom allgemeinen Gesundheitssystem. Ich verstehe deine Vorbehalte gegenüber diesen Gutachtern. Es gibt fürchterliche Berichte von Machtmissbrauch. Das hätte anders geregelt werden müssen, aber wie? Es gibt, so der Tenor in der Medizin, Erkrankungen die Wahnvorstellungen hervorrufen. Da ist jemand plötzlich als als Messias berufen, andere suchen sich eine neue Identität wenn sie schwerer Stigmatisierung ausgesetzt waren, durch physische und körperliche Misshandlung, andere verbinden mit "Frau sein" vorrangig s**uelle Motive. Da die Diagnosen letztendlich auch zur Änderung des juristischen Geschlechts führen können, mit eben auch den Rechten die für Frauen vorgesehenen Intim- und Schutzräume zu betreten, musste man gerade diesbezüglich die vorgängig s**uell bezogene "Identität" von diesen weiterführenden Maßnahmen ausfiltern. Deshalb hatte man das zweifache System, die Namensänderung mit der Du das Recht hattest einen weiblichen Namen zu tragen, und weitestgehend von der Gesellschaft in deiner Identität bestätigt wurdest. Es was sozusagen der "Proberaum". Die NÄ wurde relativ schnell vergeben, und von den meisten berufenen Richtern ohne Probleme durchgewunken. Du hattest das Recht auf Respekt, dass Du öffentlich mit den richtigen Pronomen angesprochen wurdest. Deine Rechte innerhalb der weiblichen Welt waren verhandelbar. Man musste dich nicht in weibliche Umkleiden lassen, dir aber eine gesonderte Möglichkeit geben dich abseits der männlichen Intimbereiche umzuziehen und gegebenfalls zu Duschen. Die entscheidenden Faktoren waren hier keine Gutachter sondern dein Standing unter den Frauen. Wenn Du da in der vollen Mehrheit als Kollegin angenommen wurdest, konnte es sogar sein, dass Du nicht nur die Umkleiden, sondern auch die Duschen benutzen konntest. Ich denke, dass sich das heute nicht viel verändert hat. Ich glaube nicht, dass unoperierte Frauen, oder Frauen ohne jede körperliche Maßnahme per se von Intimräumen ausgeschlossen werden sollten, aber es sollte unoperierten Frauen nicht per Gerichtdekret erlaubt werden, und genau das war die PÄ. Statt dessen führte man ein Hausrecht ein, dass es nun erlaubt auch operierte Frauen nach Gusto von den weiblichen Intimsphären fernzuhalten. Ganz egal wie Du als preoperierte Frau zu deinem Anhängsel stehst, für eine s**uell traumatisierte Frau ist dieser Körperteil eine Tatwaffe. Präziser müsste man sagen, es ist die potentielle männliche s**ualität. Ein kleiner Eingriff könnte da viel zu viel mehr Akzeptanz führen, die Kastration. Warum ein Leben lang gesundheitsschädliche Testoblocker nehmen, wenn Du dir in deiner unwandelbaren Identität so sicher bist? Und Du mittlerweile sogar auf Allgemeinkosten deine Spermien einfrieren kannst? Und ja, mit Östrogen kannst Du deinen Penis genauso in der Partnerschaft einsetzen, wie mit Testosteron, aber deine Persönlichkeit ist unter Östrogen anders als mit Testosteron. Viel weniger aggressiv. Obwohl es natürlich Situationen gibt die auch Frauen agressiv machen, das Gefühl s**ueller Bedrohung zum Beispiel. Und die ist real. Jede dritte Frau hat schon s**uelle Bedrängung bis zur Vergewaltigt erlebt. Das sind fürchterliche Zahlen, und ich glaube ihnen, nach dem was ich erlebt habe. Man muss diese Gefahr ernst nehmen. Und leider ist es die rechte Öffentlichkeitsarbeit die erfolgreich diese Gefahr mit kontroversen Personen in Zusammenhang bringt, die sich in die Öffentlichkeit drängen. Und das ist für uns alle eine Gefahr. Weil der (rechte/ungebildete) Mob nicht differenziert. Für den sind wir alle die vergewaltigenden "Transen" die Kinder mit kranken Gedanken infiltrieren vor denen man sie schützen müsse. Was furchtbar für jedes Transkind ist, das eine körperlich so stigmatisierende Pubertät durchlaufen muss, deren Folgen oft nur noch mit intensiven medizinischen Maßnahmen der plastischen Chirurgie gemildert werden können, auf eigene Kosten, versteht sich. Wenn man sich die politische Entwicklung in Deutschland anschaut werden wir alle bald entdecken, dass Menschen wie Frau Weigel nur nützliche Idioten waren. Rechts kennt keine Toleranz gegenüber "s**uellen Abweichlern", und in diese Kategorie wird von denen auch Transgeschlechtlichkeit eingeordnet.

03.09.2026 um 23:19    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von LaCxxxxxxx
1457 Beiträge bisher
re: ICD 11 - Segen oder Fluch?

Danke, dass du deine Sichtweise und deine Erfahrungen mit uns teilst. Das ist ein sehr ernstes und sensibles Thema. Da es hierbei um sehr persönliche medizinische Entscheidungen und gleichzeitig um tief sitzende Traumata geht, glaube ich, dass wir hier an einem Punkt sind, an dem jede Person ihren eigenen Weg der Heilung und des Lebens gehen muss. Ich verstehe absolut deine Gedanken zu den hormonellen Unterschieden. Medizinische Eingriffe wie eine Orchiektomie oder eine geschlechtsangleichende Operation sind jedoch schwere, irreversible Operationen. Jede trans Person entscheidet am besten im eigenen Tempo und in Absprache mit ärztlicher und psychologischer Begleitung, welche Schritte wann medizinisch und psychisch sinnvoll sind. Hormonblocker sind oft ein wichtiger Zwischenschritt, um sich Zeit für diese lebensverändernden Entscheidungen zu geben. Was für dich richtig war, muß nicht für andere der richtige Weg sein. Es tut mir unglaublich leid zu hören, dass auch du anscheinend solche Erfahrungen machen musstest. Die Statistiken zu s**ualisierter Gewalt sind erschreckend und dein Sicherheitsbedürfnis ist absolut real und valide. Gleichzeitig ist der medizinische Weg einer Transition eine sehr persönliche und komplexe Entscheidung, die von vielen individuellen Faktoren abhängt. Die Transition anderer Menschen ist keine Bedrohung, sondern der Versuch, im eigenen Körper Frieden zu finden - dass muß die Gesellschaft akzeptieren lernen und das geht nur durch intensive Aufklärung und Sichtbarkeit in Kombination mit persönlichem Austausch.

05.09.2026 um 13:43    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von _Jexxx
2639 Beiträge bisher
re: ICD 11 - Segen oder Fluch?

Die Frage ist, aber wann wird es der Gesellschaft zu viel. Viele von uns wollen gerade gar nicht sichtbar sein sondern als ganz normale Frau leben.. mehr nicht. Ich habe mich erst wohl gefühlt, als die ersten an mir vorbei gingen ohne mich anzustarren. Hätte ich mich so wie ich anfangs herum lief Medienpräsent dargestellt.... nee niemals. Ich liebe meine Spießigkeit geradezu

05.09.2026 um 20:24    Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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